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Workflow Management

Die Workflow-Funktionalität der fuentis Suite ermöglicht es Organisationen, ihre ISMS-Prozesse individuell zu gestalten und zu automatisieren. Statt starrer Abläufe bietet das System flexible, anpassbare Prozessmodelle für unterschiedliche Anforderungen – von der Schutzbedarfsfeststellung nach BSI-Grundschutz bis zum allgemeinen Aufgabenmanagement.

Kernnutzen der Workflow-Automatisierung:

  • Standardisierung wiederkehrender Prozesse
  • Transparente Nachvollziehbarkeit von Zuständen und Übergängen
  • Compliance-konforme Dokumentation von Genehmigungsschritten
  • Reduzierung manueller Fehler durch definierte Prozessschritte
  • Integration in bestehende ISMS-Phasen

Praxis-Tipp: Beginnen Sie mit einfachen Workflows und erweitern Sie diese schrittweise. Ein initialer Standard-Workflow ist bereits vorhanden und kann als Ausgangsbasis dienen.

Einsatzbereich: Support-Modul “Aufgaben” (Tasks)

Hauptmerkmale:

  • Grundlage für das Aufgabenmanagement
  • Jedem Aufgabenfeld wird ein Workflow zugeordnet
  • Standardzustände: To Do, In Progress, Done
  • Flexible Erweiterung um beliebige Zwischenzustände möglich

Typische Anwendungsfälle:

  • Incident Management
  • Change Requests
  • Projektaufgaben
  • Audit-Maßnahmen

Einsatzbereich: ISMS-Phase “Schutzbedarfsfeststellung”

Hauptmerkmale:

  • Spezialisiert auf BSI-Grundschutz-Anforderungen
  • Integration in den Schutzbedarfsanalyse-Prozess
  • Dokumentation von Überprüfungsschritten
  • Nachvollziehbare Genehmigungskette

Typische Anwendungsfälle:

  • Bewertung von Zielobjekt-Gruppen
  • Freigabeprozesse für Schutzbedarfe
  • Vier-Augen-Prinzip bei kritischen Assets

Jeder Workflow besteht aus definierten Zuständen, die ein Objekt durchlaufen kann:

  • To Do (Zu erledigen): Initialer Zustand, Aufgabe wartet auf Bearbeitung
  • In Progress (In Bearbeitung): Aktive Bearbeitung läuft
  • Done (Abgeschlossen): Finaler Zustand, Prozess beendet
  • Benutzerdefinierte Zustände: Beliebig erweiterbar (z.B. “Review”, “Waiting for Approval”)

workflow

Verbindungen zwischen Zuständen definieren mögliche Prozessschritte:

  • Unidirektionale Übergänge: Nur Vorwärtsbewegung möglich
  • Bidirektionale Übergänge: Vor- und Rückwärtsbewegung erlaubt
  • Bedingte Übergänge: Abhängig von Berechtigungen oder Kriterien
  • Überprüfung (Review): Für Freigabeprozesse und Qualitätssicherung
  • Aufgabenverwaltung (Task Management): Für operative Tätigkeiten

Der grafische Workflow-Editor ermöglicht:

  • Drag-and-Drop-Positionierung von Zuständen
  • Visuelle Verbindung durch Klick-Aktionen
  • Farbcodierung nach Kategorien
  • Export/Import von Workflow-Definitionen

Workflow editor 7

Best Practice: Dokumentieren Sie komplexe Workflows zusätzlich in einem Prozesshandbuch, um die Geschäftslogik hinter den technischen Abläufen zu erläutern.

Workflow-Erstellung: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Abschnitt betitelt „Workflow-Erstellung: Schritt-für-Schritt-Anleitung“
  1. Navigation zum Support-Modul “Arbeitsablauf”

Workflow Übersicht

  1. Klick auf “Erstellen”-Button (oben rechts)

Create workflow 1

  1. Prozesszuordnung wählen:
    • “Allgemein” für Task-Management
    • “Schutzbedarfsfeststellung” für ISMS-Prozesse

Create workflow 2

  1. Aufgabentyp festlegen:
    • “Überprüfung” für Review-Prozesse
    • “Aufgabenverwaltung” für operative Tasks

Create workflow 3

  1. Beschreibung hinzufügen (optional aber empfohlen)

  2. Aktivierung: Checkbox “Aktiv” für sofortige Verwendung

Create workflow 4

  1. Wechsel zum Tab “Einheit”
  2. “Einheit hinzufügen” klicken
  3. Organisationseinheit auswählen:
    • Abteilung/Team
    • Standort
    • Geschäftsbereich
  1. ”+“-Symbol klicken für neuen Zustand

Workflow editor 1

  1. Zustand benennen (z.B. “SBF ausstehend”)
  2. Kategorie wählen (To Do/In Progress/Done)
  3. Farbe anpassen (optional)
  4. “Startet”-Checkbox für initialen Zustand
  5. Speichern

Workflow editor 2

Workflow editor 3

  1. Blaue Verbindungspunkte am Ausgangszustand anklicken
  2. Zielzustand durch Klick auf dessen Verbindungspunkt wählen
  3. Übergang benennen (z.B. “SBF beginnen”)
  4. Beschreibung ergänzen (optional)
  5. Speichern

Workflow editor 5

Workflow editor 6

  • “Zustandspositionen speichern” vor Verlassen des Editors

Workflow editor 4

Wichtiger Hinweis: Bei Aktivierung eines benutzerdefinierten Workflows gehen alle vorherigen Zustände der betroffenen Objekte verloren. Planen Sie Migrationen sorgfältig!

Ablauf der Integration:

  1. ISMS-Modul öffnen
  2. Phase “Schutzbedarfsfeststellung” wählen
  3. Zielobjekt-Gruppe selektieren
  4. Status entspricht Workflow-Startzustand
  5. “Genehmigung” für Zustandsübergang

SBF10 SBF11 SBF12

Praktisches Beispiel:

Startzustand: "SBF ausstehend"
↓ [SBF beginnen]
Zwischenzustand: "SBF in Arbeit"
↓ [SBF abschließen]
Endzustand: "SBF fertiggestellt"
↓ [Erneute Prüfung] (optional)
Startzustand: "SBF ausstehend"

Kanban-Board-Integration:

  • Visuelle Darstellung der Workflow-Zustände als Spalten
  • Drag-and-Drop von Aufgaben zwischen Zuständen
  • Filterung nach Aufgabenfeldern
  • Berechtigungsgesteuerte Übergänge

Workflow editor 8

Voraussetzungen:

  1. Aufgabenfeld mit Workflow-Zuordnung erstellen
  2. Aufgaben dem Aufgabenfeld zuweisen
  3. Kanban-Ansicht aktivieren
  4. Aufgabenfeld-Filter setzen

Keep it Simple:

  • Maximal 5-7 Zustände pro Workflow
  • Klare, selbsterklärende Bezeichnungen
  • Vermeidung redundanter Übergänge

Vollständigkeit sicherstellen:

  • Alle realistischen Szenarien abbilden
  • Rücksprünge für Korrekturen ermöglichen
  • Eskalationspfade definieren

Praxis-Tipp: Führen Sie Workflow-Änderungen zunächst in einer Testumgebung durch und simulieren Sie kritische Prozesse, bevor Sie diese produktiv schalten.

Symptom: Aufgaben können nicht in vorherige Zustände zurückgesetzt werden

Lösung:

  • Editor öffnen
  • Bidirektionale Übergänge ergänzen
  • Verbindungen in beide Richtungen erstellen

Mögliche Ursachen:

  • Kein Startzustand definiert
  • Fehlende Einheiten-Zuordnung
  • Konflikte mit anderen aktiven Workflows

Lösungsschritte:

  1. Startzustand-Checkbox prüfen
  2. Einheiten-Tab kontrollieren
  3. Andere Workflows für gleiche Einheit deaktivieren
fuentis Suite 4 – Dashboard und Taskmanagement (YouTube)

Das Video liegt bei YouTube. Beim Abspielen werden Daten an Google übertragen.

Zwei Workflow-Typen: Allgemeine Workflows für Aufgabenmanagement und spezialisierte Workflows für die Schutzbedarfsfeststellung

Grafischer Editor: Intuitive Workflow-Erstellung durch Drag-and-Drop mit visueller Zustandsmodellierung

ISMS-Integration: Nahtlose Einbindung in bestehende ISMS-Prozesse mit Compliance-konformer Dokumentation

Flexibilität: Vollständig anpassbare Zustände und Übergänge für individuelle Geschäftsprozesse

Best Practice: Start mit einfachen Workflows, schrittweise Erweiterung und Testung vor Produktivschaltung